31.05.2011
Aktuell
ALKOHOLVERGIFTUNGEN BEI JUGENDLICHEN IM LANDKREIS KONSTANZ WEITERHIN AUF HOHEM NIVEAU

2010 wurden 102 Jugendliche aus dem Landkreis Konstanz und 19 Jugendliche aus anderen Regionen mit einer Alkoholvergiftung in eines der Krankenhäuser der Region eingeliefert
Eine sehr bedenkliche Feststellung ist, dass 5 der 102 Fälle nur 13 Jahre alt waren und 17 Kinder mit dem 14. Lebensjahr behandelt werden mussten
Aktive Prävention durch die Kommunen und Projekte wie b.free und HaLT sind die richtigen Ansätze und weiterhin wichtig
Eine sehr bedenkliche Feststellung ist, dass 5 der 102 Fälle nur 13 Jahre alt waren und 17 Kinder mit dem 14. Lebensjahr behandelt werden mussten
Aktive Prävention durch die Kommunen und Projekte wie b.free und HaLT sind die richtigen Ansätze und weiterhin wichtig
Wie Kreisrat Andreas Hoffmann (CDU) mitteilt, gibt es im Landkreis Konstanz trotz intensiver Präventionsarbeit in Sachen Jugendalkoholmissbrauch keinen Grund zur Entwarnung. Hoffmann erhebt seit dem Jahr 2001 anonym die Fallzahlen von jugendlichen Patienten, die mit einer akuten Alkoholvergiftung in eines der Krankenhäuser im Landkreis Konstanz eingeliefert werden. So hat sich die Zahl der jungen Patienten zwischen dem 12. und dem 17. Lebensjahr stetig erhöht. Alleine die letzten fünf Jahre sprechen für sich. Während im Jahr 2005 noch insgesamt 58 jugendliche Alkoholopfer mit Wohnsitz im Landkreis gab, die mit einem Vollrausch ein Krankenhaus im Landkreis Konstanz aufsuchen mussten, waren es 2010 bereits 102 Vergiftungsfälle. Die Zahlen für 2010 weisen nun eine interessante Entwicklung aus. Die Zahl der jugendlichen Alkoholopfer mit Wohnort im Landkreis Konstanz nimmt stetig zu – von 2005 mit 58 Fällen auf nun 2010 mit 102 Fälle. Auch die Zahl der Jugendliche aus Wohnorten außerhalb des Landkreises, die stationär behandelt werden mussten steigt wieder an – 2009 waren es noch 10 „Fremde“, während die Zahl 2010 nun bei 19 Fällen liegt. Eine sehr bedenkliche Feststellung ist, dass 5 der 102 Fälle nur 13 Jahre alt waren und 17 Kinder mit dem 14. Lebensjahr behandelt werden mussten.Auch das Geschlecht spielt eine Rolle – rund 64% der Fälle waren junge Männer und 36% betrug der Anteil junger Frauen.
Da nicht alle Krankenhausfälle, bei denen Alkohol eine Rolle spielt statistisch erfasst werden, geht Hoffmann von einer hohen Dunkelziffer aus. Allerdings muß bei der Betrachtung der Zahlen auch beachtet werden, dass Präventionsaktivitäten, wie z.B. „ b.free „ zu einer höheren Sensibilität im Umgang mit alkoholisierten Jugendlichen geführt haben und deshalb jetzt auch zu einem früheren Zeitpunkt als bisher eine Krankenhauseinweisung erfolgt. Diese Sensibilität ist wichtig, denn eine Alkoholvergiftung kann lebensbedrohlich sein.
Leider gibt es bei Jugendlichen, aber auch bei Eltern noch eine hohe Unkenntnis über die Wirkung einer Alkoholvergiftung. Es sei wissenschaftlich inzwischen völlig unstrittig, so Andreas Hoffmann, dass exzessiver Alkoholmissbrauch auch ohne Regelmäßigkeit bei Heranwachsenden zu bleibenden Schäden führt.
Ansätze wie die „b.free“-Initiative der Rotary-Clubs seien, so Andreas Hoffmann ein guter Ansatz, ein eher anonymes Problem auf Gemeindeebene zu bringen und dort z.B. für eine höhere Sensibilität bei Festen und Veranstaltungen zu sorgen. Auch die Ansätze der Alkohol- und Drogenberatungsstellen im Landkreis, sowie die Aktivitäten der Polizei im Rahmen der Prävention seien unverzichtbare Bestandteile eines Netzwerks gegen Jugendalkoholmissbrauch.
Da nicht alle Krankenhausfälle, bei denen Alkohol eine Rolle spielt statistisch erfasst werden, geht Hoffmann von einer hohen Dunkelziffer aus. Allerdings muß bei der Betrachtung der Zahlen auch beachtet werden, dass Präventionsaktivitäten, wie z.B. „ b.free „ zu einer höheren Sensibilität im Umgang mit alkoholisierten Jugendlichen geführt haben und deshalb jetzt auch zu einem früheren Zeitpunkt als bisher eine Krankenhauseinweisung erfolgt. Diese Sensibilität ist wichtig, denn eine Alkoholvergiftung kann lebensbedrohlich sein.
Leider gibt es bei Jugendlichen, aber auch bei Eltern noch eine hohe Unkenntnis über die Wirkung einer Alkoholvergiftung. Es sei wissenschaftlich inzwischen völlig unstrittig, so Andreas Hoffmann, dass exzessiver Alkoholmissbrauch auch ohne Regelmäßigkeit bei Heranwachsenden zu bleibenden Schäden führt.
Ansätze wie die „b.free“-Initiative der Rotary-Clubs seien, so Andreas Hoffmann ein guter Ansatz, ein eher anonymes Problem auf Gemeindeebene zu bringen und dort z.B. für eine höhere Sensibilität bei Festen und Veranstaltungen zu sorgen. Auch die Ansätze der Alkohol- und Drogenberatungsstellen im Landkreis, sowie die Aktivitäten der Polizei im Rahmen der Prävention seien unverzichtbare Bestandteile eines Netzwerks gegen Jugendalkoholmissbrauch.













Diese Zahlen sprechen für sich.